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| Manuel Ocampo, ohne Titel, 2011, 75x100 cm, Öl auf Leinwand, |
Manuel Ocampo- The Ghost Poo of Painting
Für gewöhnlich jongliert Manuel Ocampo mit Zeichen. Religiöse, politische, popkulturelle Symbole werden tabulos kombiniert und bis zum Verweisverlust übereinander gekloppt. Dieser Angriff auf unser semantisches System wird farbenfroh, infernal zur Apokalypse gepeitscht.
Vom 12.11- 11.12.2001 zeigt die Sammlung Philara in der Ausstellung „The Ghost Poo of Painting“ ausgewählte Werke des philippinischen Malers Manuel Ocampo. Embryonale Formen, Weisheitszähne und Spermafäden schweben als ferne Maden auf dunklem Grund. Vom Körper ausgeschieden , teilweise unter Gedärmwindungen theatralisch erleuchtet, konturverlierend als Echo ihrer selbst, schlummern diese kleinen Geisterwürstchen, mal zaghaft durch Linien verbunden, in einem unbestimmten Äther. Gespenstische Gebilde, gespenstische Bilder, die eine Ahnung von dem lassen, was ein Bild konventionell sein sollte, ein Produkt gesellschaftlicher, geistiger Arbeit.
Holocaust, Hakenkreuz und Ejakulat, nichts ist ihm heilig, nichts unantastbar. Schon gar nicht die Kunst. Provokativ postuliert er, Bilder wüchsen aus einem heraus und fallen von einem ab, werden zu Abfallprodukten, wie etwa Scheiße und die Kunsttheorie schnüffele daran. „Painting after all is a Zombie medium“ , schreibt Ocampo und verweist damit auf den Prozess der Wahrnehmungs- und Bedeutungsbildung von Kunst. „Aesthetic pleasure is based on enjoyment from that which does not let itself be recognized or identified. Such pleasure arises not direct confrontation with an object, in our rationally or sensuously testing its qualities, but in our reflective recourse or return to the process of experiencing the object.” Im Blick zurück entstehen die Dinge, als zusammengesponnenes Hirngeschiss.
(Text: Katharina Klang)
Öffnungszeiten: Samstags 14.00 - 17.30, Sonntags 14.00 - 16.00 und nach Vereinbarung unter info@philara.de