Gregor Gaida und Yang Shaobin

17.09.2010 – 24.10.2010, Showroom 3.OG
Eröffnung: Freitag, 17.09.2010, 19.00 – 21.00 Uhr
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THE ART OF VIOLENCE

Yang Shaobin wurde 1963 in Tangshan in der nordchinesischen Hebei-Provinz geboren.
Gregor Gaida kam 1975 in Chorzów im ehemaligen Oberschlesien zur Welt.
Tangshan wie Chorzów waren zum Zeitpunkt der Geburt der Künstler von Kommunisten beherrschte Industrieregionen der jeweiligen Länder.
Yang Shaobin und Gregor Gaida wuchsen auf, in einer umweltverseuchten Umgebung, in einem Klima von Ausbeutung, Gewalt, Aggression und Unterdrückung.
Heute lebt Gaida im beschaulich norddeutschen Bremen, Yang Shaobin hat die Metropole Beijing zu seinem Lebensmittelpunkt gewählt. Gewalt und Gewalttätigkeit aber bleibt die Folie für die Arbeiten der Künstler und die fortwährenden Auseinandersetzungen mit ihr bilden die thematischen Klammern der Ausstellung THE ART OF VIOLENCE.
Yang wie Gaida sind Künstler des 21. Jahrhunderts, ihre tägliche Information durch TV und neue Medien, der Gebrauch des Internets bilden die Grundlage für eine andere, scheinbar formale Gemeinsamkeit der Künstler. Häufig folgen die Formate ihrer Skulpturen und Gemälde Bildausschnitten, wie wir sie von den genannten Medien her kennen. Durch die ”Beschneidung” der Bilder an ihren imaginären Rändern schaffen die Künstler eigene Realitäten und verschieben unser Augenmerk auf einen so neu gefundenen Fokus.
Yang Shaobin und Gregor Gaida haben sich nie getroffen und die Arbeit des Einen war dem Anderen nicht bekannt. Die Ausstellung wagt nun Gegenüberstellungen, auch grossformatiger
Arbeiten auf engem Raum, und zwingt die Werke so in den Diskurs, ohne auf den Respekt vor der Autonomie der jeweiligen Arbeit zu verzichten.